Einelektrische AntriebsachseIntegriert den Antriebsmotor, das Untersetzungsgetriebe und zugehörige Komponenten direkt in die Achsbaugruppe, während ein zentrales Antriebssystem den Motor in der Mitte des Fahrzeugs installiert und die Kraft über ein Getriebe und eine Antriebswelle auf die Räder überträgt.
Nachfolgend finden Sie einen detaillierten Vergleich der beiden Lösungen unter mehreren Gesichtspunkten:
1. Raumnutzung
Die elektrische Antriebsachse verfügt über ein hochintegriertes Design, das den Innenraum des Fahrzeugs erheblich einspart. Beispielsweise können einige Nutzfahrzeuge mit neuer Energie nach der Einführung elektrischer Antriebsachsen den Laderaum um etwa 10 % vergrößern.
Im Gegensatz dazu erfordern Zentralantriebssysteme längere Getriebekomponenten, was zu einem größeren Platzbedarf im Fahrzeugchassis führt.

2. Effizienz
Durch die Reduzierung der Anzahl der Getriebekomponenten können elektrische Antriebsachsen Übertragungswirkungsgrade von über 90 % erreichen.
Zentrale Antriebssysteme haben einen längeren Kraftübertragungsweg, was typischerweise zu einem Wirkungsgradbereich von 80–85 % führt.

3. Kosten
Elektrische Antriebsachsen sind mit höheren Forschungs-, Entwicklungs- und Herstellungskosten verbunden. Im Allgemeinen ist eine einzelne elektrische Antriebsachse 20–30 % teurer als ein zentrales Antriebssystem.
Zentrale Antriebssysteme profitieren von ausgereiften Technologien und etablierten Lieferketten, was zu geringeren Gesamtkosten führt.

4. Wartungsschwierigkeiten
Elektrische Antriebsachsen haben eine komplexere integrierte Struktur und erfordern professionelle Ausrüstung und geschultes technisches Personal für Wartung und Reparatur.
Zentrale Antriebssysteme bestehen aus relativ unabhängigen Komponenten, was Wartungs- und Austauschvorgänge vereinfacht.

5. Leistungsreaktion
Elektrische Antriebsachsen ermöglichen eine direkte Kraftübertragung auf die Räder und erreichen Reaktionszeiten von weniger als 100 Millisekunden.
Aufgrund mehrerer Übersetzungsstufen weisen zentrale Antriebssysteme in der Regel längere Reaktionszeiten auf, die typischerweise zwischen 150 und 200 Millisekunden liegen.

6. Anpassungsfähigkeit
Elektrische Antriebsachsen eignen sich gut für kompakte Fahrzeuge und Anwendungen mit hohem Platzbedarf.
Zentralantriebssysteme eignen sich besser für große Fahrzeuge und Plattformen, die flexible Konfigurationen des Antriebsstranglayouts erfordern.

7. NVH-Leistung
Durch ihren hohen Integrationsgrad bündeln elektrische Antriebsachsen Schwingungs- und Geräuschquellen und sind durch konstruktive und akustische Optimierung besser beherrschbar.
Zentrale Antriebssysteme verteilen Vibrations- und Geräuschquellen auf mehrere Komponenten, was die NVH-Kontrolle schwieriger machen kann.

8. Zuverlässigkeit
Die internen Komponenten einer elektrischen Antriebsachse arbeiten unter relativ rauen Bedingungen wie hohen Temperaturen und komplexen Lastbelastungen, die bei unsachgemäßer Auslegung die langfristige Zuverlässigkeit beeinträchtigen können.
Bei Zentralantriebssystemen sind die Komponenten im gesamten Fahrzeug verteilt, sodass der Ausfall einer einzelnen Komponente im Allgemeinen nur begrenzte Auswirkungen auf den Gesamtsystembetrieb hat.

9. Layout-Flexibilität
Elektrische Antriebsachsen haben einen relativ festen Einbauplan.
Zentrale Antriebssysteme ermöglichen eine größere Flexibilität bei der Motorplatzierung und ermöglichen so die Anpassung an unterschiedliche Fahrzeugdesignanforderungen.

10. Eigenschaften der Drehmomentabgabe
Elektrische Antriebsachsen können eine präzise und Echtzeit-Drehmomentverteilung basierend auf den Straßenbedingungen und dem Betriebszustand des Fahrzeugs erreichen.
Zentrale Antriebssysteme erfordern komplexere Steuerungsstrategien und zusätzliche Komponenten, um ähnliche Drehmomentverteilungsmöglichkeiten zu realisieren.

